Rover

Roverinnen und Rover übernehmen Verantwortung

Rover tun die wichtigen Dinge.

Im Roveralter ist es unausweichlich, in verschiedenen Bereichen Verantwortung zu übernehmen. Jugendliche müssen Verantwortung für sich selbst übernehmen und bewusst Entscheidungen treffen, die Konsequenzen für ihren weiteren Lebensweg haben. Viele Entscheidungen wirken sich nicht nur auf sie selbst aus, sondern auch auf andere. Diese Auswirkungen zu bedenken bedeutet auch, für andere Verantwortung zu übernehmen.Im Stamm wird deutlich, dass Roverinnen und Rover mit und in ihrer Runde Dinge tun können, die in den anderen Stufen noch nicht möglich sind. Die Roverinnen und Rover erkennen ihre Freiheiten und nutzen die sich daraus ergebenden Möglichkeiten. Es wird von ihnen allerdings auch erwartet, dass sie mehr Verantwortung für den Stamm übernehmen und Vorbilder für die Jüngeren sind. Roverrunden bringen sich im Verband und in ihrem weiteren Umfeld ein. Beispiele dafür sind die Übernahme von Aufgaben bei Stammesveranstaltungen oder die Mitarbeit in der Roverstufe auf Bezirks- oder Diözesanebene. Roverinnen und Rover können sich außerdem außerhalb des Stammes gesellschaftlich in ihrer Gemeinde oder Kommune engagieren. Sie nutzen die Chance Kirche als Christinnen und Christen aktiv mit zu gestalten oder Politik zu erleben und bringen auch ihre Bedürfnisse, Sichtweisen und Zweifel ein. Dabei erfahren sie Reaktionen auf ihr eigenes Handeln, mit denen sie umgehen müssen. Sie überprüfen und schärfen dadurch ihren eigenen Standpunkt. So lernen sie ihren Handlungsspielraum realistischer einzuschätzen.

Roverinnen und Rover probieren (sich) aus

Rover scheitern schöner.

Zentrales Element der Roverzeit sind gemeinsame Aktionen mit und in der Runde. Die Runde ist dabei der geschützte Raum, in dem diese Aktionen entwickelt und umgesetzt werden. Roverinnen und Rover haben immer den Anspruch, das Unmögliche zu tun und die Dinge neu und anders zu denken. Die Leiterinnen und Leiter animieren die Gruppe, ihre Komfortzone zu verlassen, und geben Impulse, um neue Chancen und Möglichkeiten zu sehen und zu nutzen. Ausprobieren und Machen spielen in der Roverzeit eine wesentliche Rolle und geben jeder und jedem Einzelnen die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln. Bei gemeinsamen Aktionen werden bestehende Fähigkeiten ausgebaut und neue hinzugewonnen. Teil dieser Entwicklung ist auch die Auseinandersetzung in der Gruppe, wenn Ziele nicht erreicht werden können oder eine Aktion zu scheitern droht. Solche Momente des Scheiterns werfen oft Fragen nach dem Sinn auf, bezogen auf die Sachebene wie auch im spirituellen Kontext. Der Umgang damit bietet Wachstumspotenzial für die Einzelnen und die Gruppe auf mehreren Ebenen.

Roverinnen und Rover sind unterwegs

Rover sind international und interkulturell!

Die DPSG ist Teil der weltweiten Pfadfinderbewegung. Damit Roverinnen und Rover sich als Teil dieser verstehen, ist das Unterwegssein elementarer Bestandteil der Roverzeit. Teil dieses Unterwegsseins ist die Begegnung von Roverinnen und Rover mit anderen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kulturen und Religionen. Selbständig die Welt zu entdecken und damit seinen Horizont zu erweitern stellt eine Grundlage für die persönliche Weiterentwicklung dar. Roverinnen und Rover machen sich auf den Weg, ihre Runde bietet dabei Rückhalt und Orientierung. Andere Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu treffen und zu erfahren, was es heißt, mit Millionen von Pfadfinderinnen und Pfadfindern weltweit gleiche Werte zu teilen, ist unverzichtbarer Bestandteil der Roverzeit. Unterwegs entstehen neue Kontakte und Freundschaften, die über die Roverzeit hinaus bestehen und das persönliche Netzwerk erweitern. Roverinnen und Rover lernen, dieses Netzwerk aufzubauen, zu pflegen und sinnvoll zu nutzen.

Roverinnen und Rover haben Leiterinnen und Leiter

Rover brauchen ein “Roverschutzgebiet”

Am Ende der Roverstufe sollen junge Erwachsene selbstständig ihr Leben in die Hand nehmen können. Erwachsene Leiterinnen und Leiter unterstützen die Jugendlichen dabei auf ihrem Weg. Sie ermöglichen ein sicheres Umfeld, in dem die Jugendlichen neue Dinge ausprobieren. So entwickeln sie sich nach dem Prinzip „Learning by doing“ weiter und übernehmen mehr und mehr Verantwortung. Dieses Umfeld muss durch die Leiterin oder den Leiter geschützt werden. Allzu leicht werden Roverinnen und Rovern im Stamm viele Aufgaben übertragen. Dabei muss beachtet werden, dass sie die Freiheit behalten, „nein“ zu sagen. Roverinnen und Rover haben, wie die Mitglieder anderer Stufen auch, ein Recht auf Selbstbestimmung. Der Alltag der Roverinnen und Rover ist geprägt von Umbrüchen. Sie dürfen und müssen viele Entscheidungen mit großer Tragweite treffen, bei denen sie sich nicht alleine gelassen fühlen sollen. Es ist für sie wichtig zu wissen, dass sich ihre Leiterinnen und Leiter für ihre Themen, Sorgen und Nöte interessieren. Darüber hinaus können Leiterinnen und Leiter durch ihren eigenen Lebensweg eine Orientierung für die Jugendlichen geben.Roverrunden haben manchmal einfach Lust, nichts zu tun. Phasen des Stillstands, der Untätigkeit oder Lustlosigkeit sind normal. Mithilfe von passenden Methoden können Leiterinnen und Leiter die Jugendlichen dazu motivieren, wieder neue Projekte anzugehen. Roverleiterinnen und -leiter geben den Jugendlichen dabei keine Lösungen vor, sondern unterstützen sie darin, eigene Lösungsstrategien zu entwickeln und auszuprobieren. Für die Roverinnen und Rover ist es eine wichtige Erfahrung für das Leben als Erwachsene, aus eigener Kraft Neues geschaffen zu haben.

Rover sein motiviert

Man bereut nicht die Dinge, die man getan hat, sondern immer, was man nicht getan hat. (Marc Aurel)

Das Zitat ermutigt dazu, viele Dinge auszuprobieren. Die Roverstufe bietet ihren Mitgliedern die Möglichkeit, die in diesem Alter neu gewonnene Freiheit reichlich auszuprobieren. Diese Freiheit motiviert die Mitglieder neue Projekte, Fahrten und andere Unternehmungen anzugehen. Oft können Roverinnen und Rover die Erfahrung machen, dass man selbst die verrücktesten Dinge erreichen kann („If you can dream it, you can do it!“). Aus diesen positiven Erfahrungen schöpfen die Roverinnen und Rover Motivation für ihr ganzes weiteres Pfadfinderleben. Sollte ein Projekt einmal nicht gelingen, ist es Aufgabe der Roverleiterin oder des Roverleiters, eine Atmosphäre zu schaffen, um aus den gemachten Erfahrungen lernen zu können.

Roverinnen und Rover pflegen ihren eigenen Stil und ihre eigene Kultur

Rover denken Dinge anders.

Stil und Kultur sind fester Bestandteil der Identität der Roverstufe und schaffen eine Atmosphäre, in der sich die Roverinnen und Rover wohl fühlen. Dies zieht sich durch den gesamten Lebenszyklus einer Roverrunde: von der Aufnahme in die Gruppe über das Arbeiten und Feiern bis hin zur Verabschiedung. Unter Stil und Kultur werden Zeichen, Rituale und Symbole verstanden, die einerseits von jeder einzelnen Roverrunde selbst, andererseits von der gesamten Roverstufe, gestaltet und gelebt werden. Dieser eigene Stil und die eigene Kultur schaffen ein Zugehörigkeitsgefühl und stärken die Gemeinschaft. So können sich Roverinnen und Rover bewusst mit der Runde und der Stufe, zu der sie gehören, identifizieren. Das schafft ein Gefühl von Eigenständigkeit und Einzigartigkeit.Stil und Kultur drücken sich ebenso in Formen aus, das Leben in Freizeit, Gruppe oder Gottesdienst gemeinsam zu feiern. Mit ihren eigenen Feierformen bereichert die Roverstufe unseren Verband und ebenso Gesellschaft und Kirche – selbst wenn sie diese damit herausfordern sollten.


Aktuelles aus der Roverstufe

Diözesanlager 2018 9. August 2018 In Königsdorf, einer kleinen Gemeinde rund 50 Kilometer südlich von München, kamen insgesamt 1600 Pfadfinder zusammen, um gemeinsam die nächsten zehn Tage zu verbringen. Auch einige internationale Gruppen nahmen den langen Weg nach Bayern auf sich. Und unser Bezirk war natürlich auch mit den Stämmen Balingen, Rottweil, Schramberg und Tuttlingen mit dabei. Unter dem Motto ...

Die Pfadfinder im Bezirk lernen eine neue Stadt und neue Freunde kennen 11. Mai 2018 Pfadfinder gibt es auf der ganzen Welt, aber auch in den Nachbarorten. Um die anderen Kinder und Jugendlichen mit Halstuch und Kluft aus dem Bezirk Schwarzwald-Donau besser kennenzulernen, fand am 5. Mai eine neue Auflage der Veranstaltung „Tour de Bezirkle“ in Tuttlingen statt. Aus Rottweil, Schramberg und Balingen fuhren rund 40 Pfadfinder in die Kreisstadt ...

Stufenkonferenzen 2018 8. März 2018 Unsere Stufenkonferenz 2018 fand in Schramberg statt. Neben den allgemeinen Stufenthemen aus den Stämmen, Bezirk und Diözese lag der Themenschwerpunkt vor allem auf dem kommenden Diözesanlager. So konnten die Fragen zu den Kochgruppen, Feuerstellen und An- und Abreise beantwortet werden. Zudem fand sich Zeit eine erste Ideensammlung für das Stammes und Bezirksprogramm zu erstellen.